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Berlin Blues vs. Preussen Berlin • Der ECC gewinnt sein „Heimauswärtsspiel“

 

Unweit des musikalischen Lärms des Lollapalooza-Festivals im Olympiapark trafen sich heute in der Eissporthalle am Glockenturm unsere Preussen zu einem Auswärtsspiel und als Gastgeber die Berlin Blues aus der Regionalliga. Nach dem verlorenen Spiel gegen Braunlage galt es heute die hängenden Adlerflügel wieder aufzurichten und gegen die Blues die Reihen einzuspielen und den Torjubel zu üben, was zunächst nicht ganz klappen wollte, weil sich die blauen Boys gegen einen oberklassigen Gegner beweisen wollten. So kamen sie auch gut ins Spiel und ließen sich auch vor dem ECC-Gehäuse blicken. Courage und Wille fehlten jedoch merklich, um für substanzielle Gefahr zu sorgen und folgerichtig gingen die Preussen auch durch einen Doppelschlag in Führung, verpassten es aber, die erste Drittelpause mit einem beruhigenden Polster zu verbringen. Im zweiten Drittel konnte zwar auf 0:3 gestellt werden, aber im Torabschluss blieb der ECC zu fahrig und konnte die physische und technische Überlegenheit nicht in weiteres Zählbares verwandeln, was sich auch der Blues-Keeper mit nach Hause als imaginäre Trophäe mitnehmen konnte. Man merkte schon, dass Uli Egen im Vergleich zum ersten Test das Team disziplinierter auf‘s Eis schickte und so konnten die Blues ab dem zweiten Durchgang nur noch Schadensverhütung betreiben, defensiv die Räume eng gestalten und den lieben Gott um Hilfe anflehen. Nach vorne ging nix mehr. In den letzten 20 Minuten sahen die Blues aus, als müssten sie permanent in Unterzahl spielen. Zu stark waren die offensiven Aktionen der Preussen und zu wenig Kraft hatten am Ende die Blues, so dass ein munteres Scheibenschießen in einen Zwischenstand von 0:8 mündete. Während auf der Tribüne einige schon von einem zweistelligen Ergebnis sangen, träumte Erik Reukauf schon von seinem ersten Shutout im ECC-Trikot, wurde jedoch 39 Sekunden vor Spielende dank eines Abwehrschnitzers unsanft geweckt und die Anzeigetafel verriet: 1:8. Eine gute Leistung der Preussen und einen launigen Abend später fällt das Resümee des Spiels positiv aus. Die Jungs in schwarz-weiß-rot nutzen die Partie zum Einspielen, Laufwege üben, Angriffe der Blues frühzeitig zu unterbinden und den Fans etwas zum Jubeln zu geben. Besonders der Auftritt von Marvin Tepper gefiel, der besonders stark in der Puckführung und im Eislaufen war. Jedoch waren nicht alle seine Mitspieler in der Lage, seine knallharten Pässe sicher anzunehmen, ohne dass der Puck meterweit wegspringt. Die neue erste Reihe mit Jakub Rumpel, dem im Abschluss das Glück fehlte, Marvin Tepper und Neuzugang Kyle Piwowarczyk, der seinen ersten Treffer als Preusse markierte, machte Lust auf mehr. Gegen die kommenden Testspielgegner Hannover und Selb werden die Trauben aber höher hängen und dann wird auch die Defensive wieder richtig gefordert werden und Schusseleien im Spielaufbau müssen dringlichst vermieden werden.

Wir bedanken uns bei unserem Gastautor Martin Tetzlaff für den Bericht.

Auch die Blues lassen den Kopf nicht hängen und nehmen viel positives aus der gestrigen Begegnung mit.

Berlin Blues:

Wir verlieren nach starkem Kampf am Ende mit 8:1 gegen den ECC Preussen Berlin e.V.
Stand es nach zwei Dritteln nur 0:3 verließen uns im letzten Drittel die Kräfte. Unseren Ehrentreffer erzielte Patrick Kienscherf in der letzten Spielminute.
Wir danken den Preussen für den heutigen Abend und gratulieren unseren Jungs zu einer tollen Teamleistung.

 

ECC Preussen Berlin e.V.