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Crocodiles zu abgezockt für tapfere Preussen

 

ECC Preussen – Hamburg Crocodiles 3:5 (1:3/0:1/2:1)
Ein standesgemäßer Sieg des Favoriten könnte man jetzt sagen und meinen. Am Ende vom Ergebnis her vllt schon, aber auf dem Eis war das alles andere, als standesgemäß. In dieser schwierigen Phase steht nun der sportliche Leiter Björn Leonhardt auch als Co-Trainer dem Coach David Haas beiseite um gemeinsam mit ihm und dem Team einen Weg aus der Krise zu finden. Vor dem Spiel gemeinsame Gespräche mit den Spielern und intensive Vorbereitung. Während in der Nacht zu Sonntag über Berlin ein heftiger Sturm tobte, hatten die Gäste in der Eishalle dann heftigen Gegenwind von den Preussen. Wer das Warm Up aufmerksam verfolgte, dem fiel sehr schnell die Nummer 22 auf dem Eis aus…Pille ist halt da, wenn er gebraucht wird. Und er zeigte seine Qualitäten heute vor allem beim Bully, er gewann fast alle. Erstmalig nach seiner Verletzung auf heimischen Eis ebenfalls wieder dabei Quirin, der die Abwehr somit verstärkte. Auf Lukas Stettmer (Verletzung in Rostock) und Lukas Ogorzelec (Schulterverletzung) müssen die Preussen indes weiterhin verzichten. Unter den Fachmännischen Augen auf den Rängen von Preussenikonen, wie Heiko Awizus und Lutz Schirmer begann ein munteres Spiel.
Zum Spiel…
Die ersten Minuten gehörten den Hanseaten, die die Hausherren gleich mal versuchten unter Druck zu setzen. Mit Mühe überstanden die Preussen den ersten Ansturm und spielten nach knapp 4min langsam aber sicher mit. Mitten hinein in eine gute Phase dann das 0:1. Fehler im Aufbau und ein grandioser Pass auf T. Marek, der gänzlich frei vor Keeper Lücke auftauchte. Und da war sie, die individuelle Klasse. Diese Chance ließen sich die Gäste nicht nehmen und versenkten eiskalt. Lücke chancenlos. Nichts desto trotz spielten die Preussen weiter gut mit, erspielten sich sogar diverse Chancen, aber, wenn man das Pech erst einmal am Schläger hat, wird man es so schnell nicht los. Genau das Gegenteil auf der anderen Seite. In Überzahl war es eine Schlägerspitze, die der Hamburger vor unserem Verteidiger am Puck war…der Puck rutscht Lücke durch die Schoner. Es kann doch einfach nicht wahr sein, das 0:2. Völlig unbeeindruckt spielen unsere Preussen weiter mit, aber selbst klarste Chancen wollten einfach nicht in´s Tor. Verzweiflung machte sich auf den Rängen breit. Und wenn es schon mal nicht läuft…..Hamburg im Vorwärtsgang, der Puck wird irgendwie vor das Tor gespielt und ein herannahender Hamburger bekommt die Scheibe an den Schlittschuh und von dort trudelt sie dann in´s Tor. Auf der Anzeigentafel leuchtete ein deutliches 0:3. So deutlich war das Geschehen auf dem Eis jedoch gar nicht mehr, die Preussen spielten hier sehr gut mit. 52sec vor der ersten Pausensirene dann doch endlich Jubel bei den Preussen. Im Powerplay wird Marvin Krüger mustergültig bedient und brauch nur noch die Kelle hinhalten, das 1:3. Mit diesem Rückstand ging es dann in die erste Pause. Kopfschütteln bei vielen der rund 500 Zuschauer über so viel Pech im Abschluss der Preussen und natürlich frohe Gesichter bei den zahlreich mitgereisten Anhängern aus Hamburg. Nicht lange Quengeln…auf in´s Mitteldrittel. Die Preussen versuchten weiterhin alles, gaben sich redlich Mühe, aber die Hamburger spulten das hier abgezockt runter. Hier war jetzt alles drin…hüben, wie drüben. Ein ums andere Mal durften sich beide Keeper auszeichnen. Bis zur 33.min…. Die Hanseaten erneut in Überzahl und das machten sie dann sowas von cool und abgezockt…Die Scheibe lief und dann kam der Pass auf McGowan . Leute, was für ein Strahl….McGowan holt aus und nagelt die Scheibe aber sowas von in den Winkel. Ein Treffer der Marke sehenswert und Lücke nicht mit dem Hauch einer Chance. Brechen hier jetzt die Dämme? Klare Antwort…NEIN. Zwar gelang den Preussen bis zur 2.Pause nicht mehr viel und somit logischerweise auch nichts zählbares, jedoch konnte man den Jungs den Willen heute nicht absprechen.

Egal was in der 2.Pause in der Kabine gesprochen wurde, was dann im letzten Drittel auf dem Eis folgte, war ein Sturmlauf der Preussen. Und auch wir können tatsächlich Powerplay. Josh wird bedient und verkürzt in der 45.min auf 2:4. Geht hier eventuell doch noch was? Weiter geht der Sturmlauf. Es entwickelte sich im letzten Drittel ein Spiel auf ein Tor. Bis zur 50.min….. Die Hanseaten in Überzahl, Lücke verliert kurz den Überblick und irgendwie kommt die Scheibe zu Gerartz. Und da isse wieder…diese Abgebrühtheit und coolness. Eiskalt nutzen die Hamburger eine ihrer ganz wenigen Chancen im Schlußabschnitt zum 2:5. War es das jetzt endgültig? Weiter ging der Sturmlauf der Preussen. Stellenweise schnürten sie den Gast jetzt im eigenen Drittel ein. Nur 2min nach dem Powerplay der Hamburger nun Powerplay der Preussen. Box steht schnell, der Puck läuft und Gruni bekommt den Puck an der Blauen….er wird doch nicht etwa ? Und ob….holt aus und jagt den Puck in die Hamburger Maschen. Klasse Tor. Von den Gästen kam nun inzwischen nahezu gar nichts mehr, sie verwalteten nur noch und waren mit reichlich Abwehrarbeit beschäftigt. Trotz weiterer Überzahl Chancen wollte den drückenden Preussen einfach nicht´s zählbares mehr gelingen. Die individuelle Klasse und diese unglaubliche Abgezocktheit der Hanseaten führen dazu, das die Preussen trotz eines engagierten Auftritts am Ende mit leeren Händen da stehen. Vielleicht hat der Eishockeygott ja mal ein Einsehen und die Jungs werden für ihre Bemühungen auch mal belohnt. Jetzt heißt es erst einmal den Hanseaten zum Sieg zu gratulieren und weiter hart zu arbeiten. Als nächstes geht es in den Harz zu den Falken. Hoffentlich können unsere Jungs dort endlich den Bock mal umstoßen und sich selbst belohnen.

Tore:
0:1 T.Marek 03:38min EQ / 0:2 D.Reichert 10:27min PP1 / 0:3 B.McGowan 16:18min EQ / 1:3 M.Krüger 19:08min PP1 / 1:4 B.McGowan 32:13min / 2:4 J.Rabbani 44:15min PP1 / 2:5 A.Gerartz 49:12min PP1 / 3:5 P.Grunwald 51:18min PP1

Strafen:
ECC Preussen: 20min – Hamburg Crocodiles 28min

Zuschauer:
425

Bericht: Marcus Schulze