post

Danke „Gruni“ – Danke „Maxe“

Wenn es am kommenden Sonntag am Familientag des ECC zum Heimspiel in der Oberliga kommt, kommt es ganz sicher auch zu einem bewegenden Moment. Mit Max Janke…unserem El Capitano und Philip Grunwald werden 2 der ganz großen beim ECC, letztmalig ihre Schlittschuhe für das Oberliga-Team schnüren. Zeit, um schon vorab DANKE zu sagen. Zeit, deren Zeit beim ECC noch einmal kurz Revue passieren zu lassen.

Fangen wir mit der #47 an….unser Philip „Gruni“ Grunwald
Gruni ist einfach unverwüstlich, wenn er auf´s Eis geht, dann wird gerackert und geackert, als gäbe es kein Morgen mehr. Da sind 100% Einsatz garantiert. Er pflügt das Eis um, wie der Ackergaul des Bauern das Feld. Auch er ist jedes Mal voll fokussiert und bereitet seinem Gegner durchaus Kopfzerbrechen und weiß sogar, wo das Tor steht, wie er hin und wieder bewiesen hat. Gruni ist ein Teamplayer durch und durch und nicht sonderlich zimperlich auf dem Eis. Weder zu sich, noch zu seinen Gegnern. So raubeinig er sich auch auf dem Eis zeigt manchmal, so lammfromm ist er neben dem Eis bei Freunden und seiner Familie. Er ist auch nicht einer, der unbedingt das Rampenlicht sucht, eher hält er sich im Hintergrund und überlässt anderen die große Showbühne. Wenn allerdings Feiern angesagt ist, dann kann man ihn getrost als Stimmungskanone betrachten und mit ihm ist gute Laune auf jeder Feier angesagt. Wenn man sich seine Karriere mal so anschaut, dann darf man da wahrlich von einer blütenreinen Preussenweste sprechen.

Jut…2004/2005 steht in der Statistik für ein Spiel der Name des Vereines von der anderen Spreeseite, allerdings sehen wir das einfach mal als „Druckfehler“ und sehen darüber hinweg. Denn ab 2005/2006, sprich, seit über 10 Jahren, steht da nur noch Preussen. Gruni war immer da, in Guten, wie auch in schlechten Zeiten und man darf getrost von einem sehr loyalen Sportsmann sprechen. Über 230 Spiele für die Preussen, 52 Tore, 79 Vorlagen und lediglich etwas über 150 Strafminuten zeugen von einer erfolgreichen Karriere beim ECC. Einer der großen Sympathieträger bei den Fans, der da am Sonntag letztmalig die Schlittschuhe für das OL-Team schnürt.

Kommen wir nun zu Nummer 2….
Was soll man über ihn nur sagen? Bei den Fans ist er DER Sympathieträger schlecht hin. Sein Abschied wird vielen Fans schwer fallen und definitiv wird da das ein oder andere Auge nicht trocken bleiben. Unsere #32 „EL Capitano“, wie er inzwischen nur noch genannt wird oder auch einfach nur Maxe. Maxe ist ebenfalls Preusse durch und durch. Wenn er gebraucht wurde, dann war er da. So hart, wie der sympathische Berliner Bengel auf dem Eis zu seinem Gegner ist, so hart ist er auch zu sich selbst. Rücksicht auf sich selbst ist ein Fremdwort für ihn und er setzt sich zu 100% für sein Team und seine Jungs ein. Selbst wenn er eigentlich in´s Bett gehört, kraucht Maxe auf dem Eis rum und rackert, was das Zeug hergibt. Ganz so lupenrein, wie die Weste von Gruni ist seine Weste zwar nicht, aber dennoch ist Maxe binnen kürzester Zeit zum Liebling der Fans avanciert.

2004/05 startet seine Karriere in der SBL der Preussen. 2008 zog es ihn dann in die Stadt mit der angeblich längsten Theke der Welt. Nach einem Jahr fand er sich aber bereits wieder in seiner Heimatstadt ein. Weitere Stationen für Maxe waren Rostock und für 2 Spielzeiten die Akademiker aus dem Wedding. Ansonsten steht auch bei ihm Preussen durch und durch. Maxe ist sich für nichts zu schade und er ist sich selbst in all den Jahren treu geblieben. Starallüren? Fehlanzeige… Vielmehr suchte Maxe die Nähe zu den Fans und mit ihm ließ es sich ebenfalls sehr gut feiern. Er war nicht nur standfest auf dem Eis, sondern bewies auch bei dem ein oder anderen Umtrunk mit den Fans seine Ausdauer. Während die Fans mit gewissen Beschwerden anschließend im Bett lagen, flitzte Maxe schon wieder munter über das Eis. Der Autor weiß, wovon er spricht…!

Aber auch für die kleinen Fans war Maxe da und so tobte er bei einem Treffen bei einem seiner kleinen Fans durch den Garten. Diese Fannähe hat Maxe katapultartig zum Liebling der Preussen befördert. Ob Groß oder Klein, Jung oder Alt…sie alle lieben diesen völlig bodenständigen, normalen Berliner Bengel. Maxe ging immer mit gutem Beispiel voran und war da, wenn man ihn brauchte. Das sein Trikot bei den Versteigerungen eines der begehrtesten war, brauch man wohl nicht erwähnen. Da musste der ein oder andere schon mal tiefer in die Börse greifen, um seiner Liebsten eine Freude zu machen und selbst gestandene Kerle, so sollte man meinen, waren gerührt, als man denjenigen mit einem Trikot von Maxe überraschte. Maxe ist einfach Maxe und das macht ihn so verdammt sympathisch. Für seine Gegner war Maxe auf dem Eis immer ein unbequemer Gegenpart und er wusste sich zu wehren. Bis zu einem gewissen Grad war alles gut, wehe, wenn diese Grenze überschritten wurde, dann konnte der sonst sehr besonnene und ruhige Maxe auch ganz anders.

Über 450 Spiele hat er nun bereits auf dem Buckel und 60x wusste er sogar, wo das Tor des Gegners stand. 138 Vorlagen lieferte der Verteidiger bisher und mit 577 Strafminuten liegt er als Verteidiger im gesicherten oberen Drittel, was die Fairness angeht.

Beide Spieler haben nun Coach Björn nahegelegt, nach der Saison nicht mehr zu spielen. Nicht nur der Coach, alle zuständigen Personen werden die Entscheidung natürlich akzeptieren und respektieren, auch wenn es schwerfällt. Beiden Spielern gilt der Dank aller….Vorstand, Trainer, Sponsoren, Spieler, Betreuer, Zeitnehmer, Schreiberlinge, ehrenamtliche Helfer, der Dank aller Fans und vielen mehr. Sie alle werden sich am kommenden Sonntag voller Respekt und Dankbarkeit einfinden um den beiden Preussenjungs den verdienten Applaus zu spenden, wenn es heißt…Das war´s ….

Wir sagen jetzt schon: DANKE JUNGS!!!!!! DANKE GRUNI !!!!! DANKE MAXE !!!!!

Wer weiß…vllt. sieht man diese beiden in anderen Positionen beim ECC noch weiterhin durch die Halle flitzen.

Bericht: Marcus Schulze

Presseteam ECCPREUSSEN/ Oberliga