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Die „Jungen Wilden“ fighten und erringen einen verdienten Sieg

Als die Schlusssirene in der Eishalle ertönte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Was war passiert? Folgendes…

Der ECC Preussen empfing niemand geringeren, als den Bockstarken Tabellenersten aus der Messestadt Leipzig. Die Icefighters wüten derzeit in Tornadomanier durch die Liga, da wurde den Krokodilen aus Hamburg in deren Halle z.B. schon mal locker das Leder abgezogen. Im Gleichschritt geht es derzeit mit den Niederländern oben vorneweg. Auf der anderen Seite die Preussen, die ihre sportlichen Ziele schnell korrigieren mussten und zuletzt das ein oder andere Mal gut unter die Räder kamen. Da ist es doch wohl nur eine Frage der Höhe des Ergebnisses. Tja…eigentlich. Was aber dann in 60 Minuten folgte, war eine Bockstarke Vorstellung der jungen Wilden.
Gehen wir gleich rein in´s Spiel. Leipzig versuchte gleich mal klarzustellen, wer hier Herr auf dem Eis ist. Flink unterwegs versuchten die Messestädter Druck auszuüben. Die jungen Wilden versuchten ihrerseits auch am Spiel teilzunehmen. In der 2.Min ist es zunächst Pech auf der einen, als ein Schuss unserer Preussen an den Pfosten ging und nur wenige Augenblicke machten es die Gäste auf der anderen besser. Und wie…Farrell schnappt sich die Scheibe und flitzt dann einfach mal los. Wie ein Tornado fegte er über das Eis, wehte die Preussenabwehr aus dem Weg und zirkelte den Puck aber mal sowas von in den Dreiangel. Ein Tor der Marke sehenswert zum 0:1. Mit Fortdauer des ersten Drittels kamen unsere Jungs immer besser in´s Spiel, durften dann aber immer wieder einer Unterzahl gegenüber stehen. Das Unterzahlspiel der Preussen konnte sich sehen lassen und so ging es mit dem 0:1 zum ersten Pausentee.
Im 2.Drittel versuchten die Messestädter zunächst gleich wieder das Zepter in die Hand zu nehmen. Gelang nur bedingt, da die Preussen sich immer besser in das Spiel bissen. In der 27.Min. dann die erste Strafe für die Gäste. Und die wurde dann gleich mal genutzt. Lijdsmann…Tepper…Gibbons und drin das Ding. Der nicht unverdiente Ausgleich. Die Preussen jetzt am Drücker und die Gäste sichtlich mit Mühe. Da wurden dann Chancen zunächst versiebt, das es einem die Haare ausfallen ließ. Auf der anderen Seite die Gäste mit einem ihrer inzwischen immer seltener gewordenen Vorstöße. Und irgendwie landet das kleine, runde Ding plötzlich im Tor der Preussen. Komnik hieß der Nutznießer einer Unachtsamkeit in der Abwehr zur inzwischen glücklichen Gästeführung. 4min später war es dann mal wieder soweit. Ein Preusse durfte sich für 2 Minuten auf das Sünderbänkchen begeben und das nutzten die Gäste gnadenlos. Albrecht in der 39.Min. zum 1:3. Mit diesem aus Gästesicht doch recht schmeichelhaften Stand ging es in die 2.Pause. Was man sich vorwerfen lassen musste? Die vielen Chancen nicht genutzt, der Gast wiederum vor dem Tor effektiv. Was auch immer dann da in der Kabine passierte, Wiederholung erlaubt.
Es folgte ein Schlussdrittel in dem sich viele die Augen rieben und die Halle zum Tollhaus avancierte. Mit einer gehörigen Portion Wut und Entschlossenheit im Bauch waren es jetzt die Preussen, die wie ein Tornado über die Gäste hinwegfegten. Wir schreiben die 43.Min. Die Preussen im Vorwärtsgang, Can hinter dem Gästetor schirmt die Scheibe wunderschön ab und hat das Auge für Marvin und bedient diesen mustergültig. Rumms…es hat geteppert, das 2:3. Geht da eventuell doch noch was? Keine Zeit zum Ausruhen…weiter rauscht der Preussentornado durch die Halle. 2 Minuten später…Josh auf Ludwig und der hämmert die Scheibe aber mal sowas von humorlos in die Maschen. Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf, das 3:3. Weiter geht es hauptsächlich in eine Richtung. Von den Gästen kommt nahezu nicht´s mehr, vereinzelte Angriffe, das war´s. Sichtlich angeknockt ließen sich die Gäste immer mehr zu Frustfouls verleiten. Das mündete dann wiederum in eine doppelte Überzahl der Preussen. Überzahl können wir…Felix auf Volynec, rabimmel rabam…4:3. Die Halle nun außer sich vor Freude. Sichtlich mitgenommen vom Preussentornado versuchten die Gäste hier vllt. doch noch was zu reißen. Viel sprang dabei jedoch nicht heraus. Die Preussen mit einigen Chancen das Ding vorzeitig klar zu machen, taten sie aber nicht. Noch nicht…Leipzig bemüht, aber ohne Durchschlagskraft. Die jungen Wilden gaben hier alles, fighteten um jeden mm Eis und um jeden Puck. Und wenn doch mal was durchkam, dann war er da, Olafr die Krake, was er dann stellenweise zeigte…Respekt. Leipzig läuft die Zeit davon und Lukas Ogorzelec schickt sich an, sein Visier zu schärfen. Knapp 2 Minuten auf der Uhr, Lukas bekommt den Puck am eigenen Tor und schickt ihn auf die Reise. Es war ein langer Weg über das Eis, aber das Ziel wurde erreicht. Klingeling…empty net, das 5:3. Der Jubel auf den Rängen kannte nun keine Grenzen. Daran änderte dann auch das 5:4 wenige Sekunden vor Schluss für die Gäste nicht´s mehr. Die Anfangs beschriebene Schlusssirene ertönte und der Jubel kannte keine Grenzen.
Die Preussen fegten im letzten Drittel in bester Leipzigmanier wie ein Tornado über die Gäste hinweg und gewannen völlig verdient am Ende mit 5:4. Ein Sieg des Willens und des Kampfes. Da kann man nur gratulieren. Davon Bitte mehr Jungs. Sonntag geht es für unsere jungen Wilden dann nach Halle zu den Saale Bulls, das dürfte nach dem kräftezehrenden Spiel alles andere, als einfach werden.

Tore:
0:1 I.Farrell (E.Hofverberg/S.Tramm) 1:40min
1:1 B.Gibbons PP1 (M.Tepper/C.Lijdsmann) 26:32min
1:2 D.Komnik (D.Patocka/M.Velecky) 33:54min
1:3 H.Albrecht PP1 (D.Patocka/E.Hofverberg)
2:3 M.Tepper (C.Matthäs) 42:14min
3:3 J.Ludwig (J.Rabbani) 43:43min
4:3 D.Volynec PP1 (F.Braun) 48:00min
5:3 L.Ogorzelec EN 48:42min
5:4 M.Velecky (D.Patocka/J.Weber) 59:30min

Strafen:
ECC Preussen: 20min • Leipzig: 37min

Zuschauer:
290

Foto: Rolf Lux
Bericht: Marcus Schulze

Presseteam ECCPREUSSEN/ Oberliga