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ECC Preussen beenden Ihren Kriegspfad mit einem deutlichen Sieg gegen die Hannover Indians

 

Man schaute aus vielerlei Gründen gespannt auf die Begegnung ECC Preussen vs. Hannover Indians. Zum einen meldeten die Jungen Wilden am Donnerstag, dass Joe Timm die Preussen verlässt, dann gab es noch mit Quirin Stocker und Max Cejka verletzungsbedingte Ausfälle und Philipp Grunwald, sowie Garrit Blume sollten das Bett hüten. Alles in allem ein ausgedünnter Kader sollte nur noch zur Verfügung stehen, mit Lücken in der Abwehr. Umso mehr freute man sich Philipp doch auf dem Eis zu sehen. Zudem stand noch ein Siegloses Ergebnis für die Preussen von 7:2 aus dem Testspiel zu buche.

Aber auch über den uns wohl bekannten Coach der Indians, Lenny Soccio, war die Freude groß, legte er doch in der vergangenen Saison einen spürbaren Grundstein für die Mannschaft. Außerdem war er auch an der Verpflichtung unseres neuen Trainers, Davis Haas, nicht unwesentlich beteiligt, wie er auch selbst auf der Pressekonferenz zugab.

Aber zum Spiel. Beide Mannschaften wollen in den Play Offs mitmischen und so tasteten sie sich im ersten Drittel langsam und mit taktischem Gespür aneinander heran. Dass die Defense der Preussen ein wenig geschwächt war, machte die eine oder andere Parade von Goalie Olfr Schmidt deutlich, auch wenn die Abwehrrecken der Jungen Wilden wirklich alles Mögliche unternahm um trotzdem wie eine Mauer zu stehen.

Auch die Indians zeigten im ersten Drittel ein gutes Defensivspiel, was durch Sebastian Albrecht im Tor wesentlich unterstützt wurde. Nicht zu vergessen sind aber auch die mitgereisten Fans aus Hannover, die ihrer Mannschaft lautstark den Rücken stärken…guter Support. Dem entgegen natürlich Fans der Preussen und so war es ein rundum gelungener Eishockeyabend.

Weiter im Spiel. Das zweite Drittel begann dann doch etwas präsenter von beiden Teams und so musste man nur knappe acht Minuten auf das erste Tor warten…zur Freude der meisten Anwesenden natürlich für die Preussen. Die #87 Felix Braun netzte beherzt zum 1:0 bei den Indians eins und setzte den Startschuss für die Torejagd.

Beflügelt von diesem Tor kam es dann jedoch 46 Sekunden später zum Ausgleich der Indians durch #9 Mark Ledlin. Beide Teams wollten nun weitere Tore erzielen. Ein zunehmend intensiveres Spiel brachte jedoch lediglich zwei Strafen von jeweils zwei Minuten für beide Mannschaften hervor. Somit ging es mit einem 1:1 in die Drittelpause.

Was auch immer David Haas den Preussen mit auf den Weg zum letzten Drittel gab…es hat gewirkt. Im dritten Drittel drehten die Hausherren…und das verdeutlichten sie zunehmend…erheblich auf. Es schien fast so, als hätten sie auf Grund des ausgedünnten Kaders ihre Kräfte gespart, um im letzten Abschnitt den alles in die Waagschale zu werfen. Mit Erfolg…denn schon zwei Minuten nach Anbully segelte der Puck in das Tor von Sebastian Albrecht…2:1 für die Preussen. Torschütze war die #14 Justin Ludwig, mit dabei Felix Braun und Daniel Volynec. Das sollten den Jungs vom ECC aber noch nicht reichen und so brachten sie einen schnellen Konter zu einem 3:1 Erfolg in das gegnerische Tor. #15 Can Matthäs unterstütz von Jacub Rumpel war der glückliche Torschütze. Wenn wir Jacub schon einmal erwähnen, diesmal sollte es nicht heißen „ene mene miste es Rumpelt in der Kiste“. Irgendwie schien Jacub nicht so recht ins Spiel zu finden, aber auch solche Tage kann es mal geben. Dafür konnten sich andere Spieler entfalten, so auch #72 Daniel Volynec der nicht nur an drei von zwei Toren beteiligt war, sondern vielmehr in der 52 Spielminute auch den Puck zum 4:1 für die Preussen in den Kasten von Hannover brachte. Die Indians versuchten ihrerseits in der verbleibenden Zeit den Druck aufzubauen, auch als sie noch kurz vor Schluss ihren Goalie vom Eis nahmen. Somit belohnten sie sich auch noch in der 57 Minuten mit dem Anschlusstreffer zum 4:2 durch #10 Igor Bacek. Dies jedoch sollte nicht reichen denn nach 60 Minuten hieß es dann verdient…SIEG…für die Preussen.

Bei der Wahl der besten Spieler konnte man sich bei den Indians sehr für #25 Branislav Pohanka entscheiden. Jedoch bei den Preussen hätte man gern zwei Spieler geehrt die sich in diesem Spiel sehr hervorhoben.  Und dennoch konnte es nur einen geben…#87 Felix Braun. Felix überzeugte nicht nur in diesem Spiel, sondern fiel schon in anderen Begegnungen durch seine Präsenz, spielerisch, taktisch und physisch, positiv auf. Wer auch auffiel, war ein junger Mann an dem einige Indians förmlich abprallten. #18 Brian Bölke stellte sich mehrmals wie ein „Hühne“ dem Gegner in den Weg und verhinderte somit oft den Speilaufbau. Hoffen wir ihn öfters in den Reihen der Preussen erleben zu dürfen.

Somit ging eine sehr faire Begegnung zwischen dem ECC Preussen Berlin und den Hannover Indians zu ende. Beide Mannschaften begegneten sich mit Respekt und auf Augenhöhe, wobei die Preussen als effektiveres Teams das Eis verließen. Getragen wurden die Spieler vom Support beider Fanlager, die ebenfalls viel Respekt und einige Fanfreundschaften hegen. Somit lässt sich sagen, die Indians sind immer willkommen an der Glocke.

In den nächsten Begegnungen geht es für die Jungen wilden am Sonntag den 08.10.2017 nun zu den Füchsen nach Duisburg. Hier kann man schon von einer Favoritenrolle der Füchse sprechen, bauten sie doch im Vorfeld ihren Kader wesentlich auf. Aus bisher drei Begegnungen ging Duisburg bislang als klarer Sieger hervor. Es wird also nicht einfach für die Preussen, aber wer weiß, vielleicht gelingt ja die Überraschung.

Das nächste Heimspiel steht dann wieder am 15.10.2017 gegen den MEC Halle 04 die „Saale Bulls“ an, eine Begegnung auf die sich vor allem unsere Stadionsprecher Dirk Franke sehr freut.

Also Fans der Preussen und alle die es noch werden wollen, fiebert mit, wenn es am Sonntag bei den Füchsen heiß hergeht und unterstützt die Preussen lautstark vor heimischer Kulisse am 15. Oktober gegen die „Saale Bulls“ in der Eissporthalle Charlottenburg.

 

 

Foto: Dr. Gerd Basting
Pressestelle ECCPreussen/Oberliga