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„Hoffe, an alte Zeiten anknüpfen zu können“

Ulrich Egen offiziell als neuer Cheftrainer des ECC Preussen Berlin vorgestellt

Sichtlich gut gelaunt unterschreibt Ulrich Egen (links) in Anwesenheit von ECC-Vizepräsident Carsten Herlitz, seinen Arbeitsvertrag als neuer Cheftrainer der Berliner Preussen

Sichtlich gut gelaunt unterschreibt Ulrich Egen (links) in Anwesenheit von ECC-Vizepräsident Carsten Herlitz, seinen Arbeitsvertrag als neuer Cheftrainer der Berliner Preussen

Am vergangenen Montag war es so weit, der ECC Preussen Berlin präsentierte bei einem Sponsoren-

treffen mit Ulrich ‚Uli‘ Egen offiziell seinen neuen Cheftrainer für die kommende Saison. Der 61-jährige Egen, der in der letzten Spielzeit hinter der Bande des Herner EV stand, ist in der Hauptstadt kein Unbekannter. Mitte der 80er-Jahre lief der ehemalige Angreifer für den BSC Preussen in der 2. Bundesliga auf und schaffte mit dem Team als Kapitän 1987 den Aufstieg in die Bundesliga. Nach

seiner Vorstellung und Vertragsunterzeichnung stand er EishockeyNEWS für ein kurzes Interview zur

Verfügung.

Herr Egen, auf der Saisonabschlussfeier wurde bekannt gegeben, dass Sie als neuer Trainer für die kommende Spielzeit verpflichtet wurden, was für wahre Jubelstürme sorgte. Wie kam der

Kontakt zum ECC zustande?

Ulrich Egen: „Das Arrangement wurde über meinen Agenten vermittelt. In einem persönlichen Gespräch mit Carsten Herlitz (ECC-Vizepräsident; Anm. d. Red.) wurde das Interesse für die Preussen intensiv geweckt. Beim Aufeinandertreffen mit dem Herner EV in Berlin habe ich mich sehr wohlund willkommen gefühlt.“

Mit ihrem Namen verbinden gerade die älteren Fans des Vereins Erinnerungen an bessere Zeiten. Was sind Ihre Ziele, was wollen Sie mit der Mannschaft erreichen?

Egen: „Mein Ziel ist mindestens der zehnte Platz und somit, bei dem angestrebten Modus, die Play-offs. Wichtig für dieses Ziel ist eine Mannschaft mit spielerischer Tiefe, also Qualität statt Quantität. Ich stehe schon mit einigen Spielern in Kontakt, wobei mir der Austausch mit dem Sportwart des ECC, Thomas Leonhardt, sehr wichtig ist.“

Den Preussen dürfte, wie schon in der Vergangenheit, auch in der kommenden Spielzeit einer der geringsten Etats der Liga zur Verfügung stehen, Fehlgriffe verbieten sich da fast von selbst. Sind

Sie aktiv in die Zusammenstellung des Kaders eingebunden?

Egen: „Wie schon gesagt, stehe ich mit einigen Spielern in Kontakt und werde meine Empfehlungen mitteilen, beziehungsweise trage ich schon die Entscheidung in Absprache mit dem Präsidium, welche Spieler kommen und wer nicht. Diese Entscheidungen treffen wir bewusst und intelligent.“

Für die neue Saison wurde eine Doppelrunde mit zunächst 52 Spielen in der Hauptrunde beschlossen. Für Profimannschaften kein Problem, aber wie kann ein Ausbildungsverein wie der ECC

da mithalten, ohne seine Spieler zu verheizen?

Egen: „Da noch kein offizieller Beschluss durch den DEB bekannt gegeben wurde und somit noch nicht aller Tage Abend ist, lassen wir uns erst mal überraschen. Aber egal, welcher Modus es wird, wir müssen immer schauen, wie wir eine Balance zwischen Eishockey, Freizeit, Beruf und vor allem dem Spaß am Eishockey schaffen.“

Ab wann werden Sie dauerhaft in Berlin sein und werden Sie aktiv in die Gestaltung des Sommertrainings ein-greifen?

Egen: „Ich denke, dass ich mit Beginn der Eiszeit auch in Berlin anzutreffen bin. Das Sommertraining wird sich von Spieler zu Spieler unterschiedlich gestalten, diese werden durch Trainingspläne meinerseits unterstützt.“

Haben Sie noch eine Botschaft an die Fans der Preussen?

Egen: „Ich freue mich, dass ich wieder hier bin und hoffe, an alte Zeiten anknüpfen zu können.“
Interview: Johannes Maier

Quelle: EishockeyNEWS | Ausgabe 20 | 15.5.2018 | Seite 59

 

ECC Preussen Berlin e.V.