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Im Interview mit Carsten Herlitz, Vizepräsident des ECC Preussen Berlin e.V.

 

Carsten, du bist seit einem guten halben Jahr nun Vizepräsident des ECC, wie kam es dazu und wie sind deine ersten Erfahrungen in dieser Funktion?

Der Kontakt ist über Björn Leonhard gekommen. Danach gab es ein intensives Gespräch mit unserem Präsidenten, Rainer Bormann. Dabei wurde sehr schnell klar, dass wir einen guten Draht zueinander haben und ein gemeinsames Verständnis über die Zukunft des Vereins. Nachdem die Aufgabenverteilung klar war, ging es los.

 

Die ersten Monate waren sehr intensiv. Zunächst habe ich mich mit den Strukturen des Vereins vertraut gemacht, die handelnden Personen kennen gelernt und mich in die Aufgabe eingearbeitet. Der Verein besteht dabei nicht nur aus der Oberligamannschaft, sondern natürlich auch aus allen anderen Abteilungen. Von der Laufschule, den “Sledgern”, den vielen Jugendmannschaften sowie der Landesliga. Natürlich steht die Oberligamannschaft im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Hier gab es nicht immer gute Zeiten. Ich erinnere an die Beurlaubung von David Haas. Aber die Jungs haben es danach, Dank Björn und seinem Team, sehr gut gemacht. Der Vorstand arbeitet super zusammen. Wir diskutieren in der Sache hart und dann gehts gemeinsam an die Arbeit. Das ist die Basis um den Verein voran zu bringen.

 

Carsten, wir haben dich in der letzten Saison als sehr kommunikativ und Fan nah erlebt, warum ist dir dies so wichtig?

Meine kommunikative Art ist keine Strategie, sondern ein Teil von mir. Ich habe auch meine stillen Momente, in denen ich lese, klassische Musik höre und zur Ruhe komme.

Aber Kommunikation mit den Fans, den Sponsoren, den vielen Helfern rund um den Verein ist – so glaube ich – eine wesentliche Voraussetzung für einen lebendigen Verein, in dem man sich wohl fühlt und zu dem man gerne hingeht. Und das ist wichtig!

Denn viele von uns verbringen hier ihre Freizeit. Und da will man vor allem Spaß haben. Darüber hinaus habe ich von Anfang an viel positives Feedback erhalten. Das freut mich und macht das natürlich leichter.

 

Carsten, du bist ja nun sehr intensiv in der Planung der neuen Saison involviert, was ist dein Resümee aus der vergangenen Saison, gibt es daraus Erkenntnisse für die jetzigen Planungen, was ist das Konzept des ECC?

Mein Ziel ist es, dass wir den ECC als den Eishockeyclub im Westen unserer Stadt etablieren. Wir müssen bekannter werden und mehr Zuschauer in die Halle bekommen.

Dafür brauchen wir ein gesundes finanzielles Fundament, auf dem wir den sportlichen Erfolg aufbauen können. Da Präsidium und Vorstand ehrenamtlich arbeiten, können wir dieses Ziel nur erreichen, indem wir Prioritäten setzen und diese gezielt abarbeiten. Für die Oberligamannschaft bedeutet das, dass wir Sponsoren finden müssen, denen wir natürlich auch etwas bieten wollen. Parallel dazu geht es aktuell in die Planung des Kaders. Das müssen wir aufgrund unserer finanziellen Möglichkeiten sehr sorgfältig und ohne Hektik machen. Wenn das alles steht, geht es in einem weiteren Schritt ans Marketingkonzept – und hier sind mir auch die Fans wichtig, die ja bereits viele Ideen zusammengetragen haben. Gerade auch die Überlegungen der Fans sind wichtig und ein großartiges Signal. Unsere Fans sitzen oder stehen nicht nur auf der Tribüne, sondern packen an. Darauf werden wir zurückkommen.

 

Der ECC ist eine Familie, ein Verein mit viel Potential. Lasst uns gemeinsam diesen Verein weiter nach vorne bringen – als Fan, Sponsor, Spieler, Trainer, Helfer, Puckkind und: Als Eltern der vielen Kinder, die bei uns spielen.

 

Carsten, eine letzte Frage; Mit Uli Egen ist dem ECC ein Coup gelungen. Nicht wenige kennen ihn aus der Zeit des BSC Preussen Berlin, als Trainer aber auch hinter der Bande der Eisbären Berlin. Wie kam es zu dieser Verpflichtung, was hat euch bewogen die kommende Oberligasaison mit Uli Egen zu bestreiten?

Bei Uli Egen hatten wir von Anfang an das Gefühl, dass er wieder zurückkommen wollte. Er ist Teil der “Familie” geblieben. Und die Reaktion der Fans beim Saisonabschluss hat uns darin bestärkt.

Ob ein Trainer Erfolg hat, weiß man nie vorher. Das hängt von sehr vielen Faktoren ab. Aber ich habe in den vielen Telefonaten und Gesprächen mit ihm die Überzeugung gewonnen, dass er für diesen Verein brennt und hier etwas bewegen will. Er hat sich intensiv mit dem ECC beschäftigt. Daneben hat Uli Erfahrung, von denen auch die jüngeren Spieler viel lernen können. Er war Nationalspieler, hat unter anderem als Trainer viel Erfahrung gesammelt. Er ist ein Typ, der uns auch in der öffentlichen Wahrnehmung helfen wird. Er hatte noch andere Möglichkeiten, aber wir sind sehr froh, dass er sich für unsere Preussen entschieden hat.

 

Wir danken Carsten Herlitz für die Zeit, die er sich genommen hat und wünschen allen Akteuren neben und auf dem Eis viel Erfolg für die kommende Saison in der Oberliga-Nord.

 

Presseteam ECC Preussen Berlin e.V.