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Preussen Berlin zeigten couragierten Auftritt

 

ECC Preussen – Tilburg Trappers 3:7 (1:3/1:2/1:2)

Nach den zuletzt nicht gerade rosigen Nachrichten und Erlebnissen, wurde vor dem Spiel bei den meisten nur die Höhe der Niederlage diskutiert und nicht wenige Sprachen von einer zu erwartenden sprichwörtlichen „Klatsche“. Wenn man sich das Ergebnis so anschaut, dann ist das schon deutlich. Wenn man aber das Spiel gesehen hat, dann sieht das schon anders aus.

Direkt vor dem Spiel eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute, das Dach des alt ehrwürdigen Erika-Heß-Eisstadion hielt dem Regen stand und es konnte gespielt werden. Die Schlechte, Quirin Stocker fiel wegen Leistenproblemen aus. Da waren es dann nur noch 14+2, die Coach Uli Egen zur Verfügung standen. Und die machten es dann gegen den schier übermächtigen Gegner richtig gut. Da wurde um jeden Zentimeter Eis gekämpft und damit hatten die Gäste so ihre Probleme.

Nicht unverdient gingen die Preussen 1:0 in Führung, die sogar ein leichtes Chancenplus hatten. Jakub Rumpel reagierte gedankenschnell und bugsierte die Scheibe in die Maschen. So gut es im Sturm aussah, so schlecht sah es dann in der Defense aus. Ein Geschenk der Abwehr nutzten die Gäste eiskalt mit ihrer ersten Gelegenheit zum Ausgleich. Ein Powerplaytor und einen weiteren genutzten Blackout in der Preussenabwehr und schon stand es 1:3. Die Gäste nicht besser, aber einfach irre effektiv und erfahren.

Das 2.Drittel ein Spiegelbild des ersten Drittel. Zunächst das 2:3 durch Felix Braun, doch die Fehler der Preussen wurden gnadenlos genutzt. Trotz einer wirklich starken Leistung der Preussen, stand es nach 40 Minuten 2:5. Dennoch herrschte bei den Fans Zufriedenheit und nicht wenige staunten nicht schlecht, über den Kampfgeist des Rumpfkaders.

Im letzten Drittel, die Gäste ganz klar Herr im Ring, aber die wackeren Preussen dachten gar nicht daran, sich hier einfach „abschießen“ zu lassen. Immer wieder erspielte man sich gute Chancen, wusste diese aber im Gegensatz zu den Trappers, nicht zu nutzen.

Trotz klarem Rückstand versuchte man immer wieder selbst offensiv zu agieren, ein regelrechter Marathon, betrachtet man die Laufleistung.  Gerechter Lohn, der Endstand zum 3:7 von Josh Rabbani.

Von den Fans wurde die gute und couragierte Leistung dann auch lautstark honoriert. Auch Thomas Leonhardt konnte, nach eigener Aussage, nur seinen Hut vor dieser Leistung, vor allem vor dieser Einstellung der Spieler und dem Trainer, ziehen.

Am Ende steht ein klarer, verdienter Sieg der Tilburg Trappers, bei dem sich die Preussen aber sehr achtbar schlugen. Bleibt zu hoffen, dass es bald personelle Verstärkungen geben wird, um dann wieder neu anzugreifen.

Torschützen

1:0 J.Rumpel (06:16)
1:1 M.Hermens (07:20)
1:2 A.Loginov (12:04)
1:3 M.Hermens (16:21)
2:3 F.Braun (23:26)
2:4 D.Stempher (25:18)
2:5 J. de Bonth (28:22)
2:6 M.Hermens (49:22)
2:7 D.Stempher (50:19)
3:7 J.Rabbani (57:01)

Strafzeiten

Berlin 12min / Tilburg 10min

Zuschauer

117

 

Autor: M.Schulze

Foto: Rolf Lux

 

ECC Preussen Berlin e.V.