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Preussen holen keine Punkte am Wochenende – Lazarett wird größer

 

Es war schlichtweg ein Wochenende zum Abhaken und Vergessen. Als wäre die Verletztenmisere ohnehin nicht schon groß genug, kamen am vergangenen Wochenende noch weitere 3 dazu.

Fangen wir am Freitag mal an. Ein Schwarm Stechmücken kam in die Eishalle geflogen und stach 5x zu gegen einen am Freitag recht flügellahmen Preussenadler. Von der ersten Sekunde an rannten unsere Jungs den agilen und stets nicht nur gedanklich immer einen Schritt schnelleren Moskitos hinterher. Keeper Olafr erwischte ebenfalls einen gebrauchten Abend und wurde nach dem 0:3 dann auch durch Lücke erlöst. Lücke zeigte dann auch gleich mal, das er es auch drauf hat und machte seine Sache dann richtig gut. Von unseren Preussen kam jedoch weiterhin nicht viel. Einzig nach dem zwischenzeitlichen 1:4 im Mitteldrittel konnten die Preussen so etwas, wie Druck auf den Kasten der Essener ausüben. Lange sollte diese Druckphase nicht anhalten und so lief dann außer diesen 10min nicht viel zusammen bei den Preussen an diesem Abend. Hinten anfällig und vorne so gefährlich, wie eine Fliege auf dem Nutellabrot. Vor der Partie machte schon die Horrormeldung die Runde, das für Jakub Rumpel die Saison vorbei ist, da erwischte es im Spiel zunächst Marvin Krüger mit einem Cut am Auge (spielte im letzten Drittel wieder mit) und dann Neuzugang Wild nach einem Stockschlag der Gäste. Der Daumen ist hin…wie lange er ausfallen wird, ist ungewiss. Trainer David Haas musste immer wieder die Reihen umwerfen. So hatte Essen am Ende beim 5:1 wenig Mühe.
Keine 24 Std später musste man dann erneut auf´s Eis. Beim Holländischen Kontrahenten aus Tilburg stand die Nachholpartie vom abgebrochenen Nebelspiel an. Mit 14+2 versuchte man den Holländern Paroli zu bieten. Das klappte auch ganz gut. Mit frischem Mut und Einsatz stand es nach 20min 0:0. Ein Doppelschlag im Mitteldrittel sorgte dann für eine nicht unverdiente 2:0 Führung gegen wirklich gut gegen haltende Preussen. Den besseren Start im Mitteldrittel hatten dann unsere Preussen. Bölke traf zum 1:2 aus Preussensicht. Geht da vllt. was? Die Holländer setzten Härte gegen gut mitspielende Preussen ein. Erneut war es dann ein Doppelschlag binnen 30sec, der alles klar machte. Nicht nur, das man sich mit 1:4 geschlagen geben musste, trotz anständiger Leistung, man verlor auch noch Lukas Ogorzelec nach einem üblen Check. Er versuchte es zwar noch einmal im Training vor dem Essen Spiel, hatte allerdings keinen Sinn. Er musste das Training wegen zu großer Schmerzen an der Schulter abbrechen. Der nächste Kandidat für das Preussenlazarett. Weiter ging es mit dem kräftezehrenden Wochenende.

3.Tag – 3.Spiel…Von Holland fuhr man dann in den Pott…genauer gesagt, nach Essen zum Westbahnhof. Beim Anblick des Kaders und natürlich der Tatsache geschuldet, dass es das 3. Spiel am 3.Tag war, schwante manch einem übles. Und man sollte Recht behalten. Frische Essener hatten überhaupt keine Probleme mit den aufopferungsvoll kämpfenden Preussen. Das Spiel war nach dem ersten Drittel schon durch. 5:0 stand da in leuchtenden Zahlen auf der Anzeigetafel und das war noch nicht einmal das Schlimmste. Viel schlimmer ist die Tatsache, dass die Preussen beim Stand von 4:0 für den Gastgeber auch noch Lukas Stettmer nach einem üblen Check gegen den Kopf und Nacken verloren. Mit Verdacht auf Schädel-Hirn-Trauma wurde er in eine Klinik gebracht. Harter Tobak für unser ohnehin schon arg gebeuteltes Team. Aufgeben ist jedoch ein Fremdwort für unsere Jungs…man gab sprichwörtlich alles und man traf sogar selbst das Tor…allerdings war es dann das eigene. Wenn es dicke kommt, dann halt richtig. Mit einem 8:0 ging es dann in die letzte Pause. Es konnte einem Angst und Bange werden um unsere Preussen. Was auch immer in dieser Pause passierte, im letzten Drittel stand eine Preussenmannschaft auf dem Eis, die nicht vorhatte, sich dort „abschlachten“ zu lassen. Noch einmal wurden alle Kraftreserven mobilisiert und man bot im letzten Drittel eine sehr ordentliche Leistung. Nur das mit dem Belohnen von ordentlichen Leistungen, das muss man noch üben. Ein Tor fiel dann doch noch im Schlussabschnitt…erneut für den Gastgeber. Am Ende stand ein zweifelsohne verdienter, wenn auch zu hoher, 9:0 Sieg der Moskitos.

Fotostrecke zum Spiel in Essen

Allerdings kann man die Leistung der tapferen Preussen bei solch einer Verletztenmisere nicht hoch genug loben. Mit im Bus auf der Heimfahrt war dann auch wieder Lukas Stettmer, entgegen ersten Diagnosen stellte sich das Ganze dann wohl als schwere Gehirn-erschütterung dar, was auch schlimm genug ist. Andere hätten sich auf solch ein Hammerprogramm an einem Wochenende vllt. nicht eingelassen. Da darf man ruhig trotz 0 Punkte Wochenende sagen „Respekt“.

Einzig für unser Lazarett hatte das Wochenende etwas…es wurde leider noch größer und die Aufgaben werden nicht leichter. Bis Freitag heißt es, dieses Hammerwochenende aus den Gliedern zu schütteln und Kraft zu tanken, so gut es geht, bevor es Freitagabend an die Schillingallee zu den Raubfischen geht. Die Fans der Preussen honorieren jedenfalls den Einsatz der Jungs und haben einen Bus geplant, um das letzte Aufgebot zu unterstützen bei der Mammutaufgabe und den Jungs in dieser schweren Zeit bei zu stehen. Was für geniale Fans…Danke dafür.
Unseren verletzten Spielern wünschen wir auf diesem Wege alles Gute und gute Besserung.

Bericht: Marcus Schulze