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Preussen U20 – 2. Spiel – 2. Sieg – 3:4 – Licht und Schatten in Hamburg

 

Am 6.10.2018 stand das nächste Spiel an uns es ging zusammen mit der U17 nach Hamburg. Die U17 wollte zeitversetzt gegen den HSV spielen und die U20 war vorher dran bei den Crocodiles. So fuhr der vollbesetzte Tourbus los, gefolgt vom Servicemobil mit dem gesamtem Equipment der U20. Mal sehen wir die Spiele so werden, dachte man sich, denn zuerst kam man nicht pünktlich los, dann Baustellen und als man Hamburg erreichte kam für die U17 die Spielabsage wegen Unbespielbarkeit der Eisfläche. Nun gut dachte sich die U20 – hat man wenigstens treue Fans im Schlepptau, die auch mal U20 spielen wollen.

Drittel 1:Die bange Frage war, wie man ins Spiel kommt, denn mit den Crocodiles hatte man den letztjährigen Primus vor der Brust, der aber wiederum am Freitag sein Auswärtsspiel in Bremerhaven deutlich verloren hat. Mit der fast identischen Aufstellung der Erfolgsmannschaft gegen Bremerhaven ging es los. Einziger Wechsel: für den krankheitsbedingten Lars Kornmüller spielte Roberts Abolinis von Beginn an. Das Spiel begann wie in Bremerhaven. Hohe Laufbereitschaft und ordentliches Pressing. Man war nicht gewillt hier dem Gegner Platz zu lassen. Und nach 3:57 klingelte es bereits das erste Mal im Kasten der Gäste. Von halb rechts tankte sich Theo Mathae durch und vollendete mustergültig mit einem satten Schuss ins lange Eck. Keine 6 Minuten später bereits das 2:0 nach einer gelungenen Kombination von Robert Abolinis, der von links kommend auf Daniel Bozinis passte und der humorlos rechts unten einnetzte. Unhaltbarer Treffer und die Freude war riesengroß. Dieses 2:0 gab aber wenig Sicherheit, denn man überließ auf einmal völlig unnötig dem Gegner das Spiel. Schlechte Zuordnung in fast allen Mannschaftsteilen und somit unnötige Chancen für den Gegner. Gerade als sich ein Gegentor andeutete dann wieder ein schöner Treffer als gelungene Kombination von Theo Mathae und Roberts Abolinis, der erfolgreich abschloß. Trotz der nun komfortablen Führung wollte sich auch weiterhin keine Sicherheit einstellen und in der Sturm und Drangphase der Gäste kamen die Crocos zum nicht unverdienten Anschlusstreffer 2 Minuten vor Ende des 1. Drittels, nach einem unnötigen Rebound aufgrund einer schlechten Abwehrleistung.

Drittel 2:Über das 2. Drittel sollte man gepflegt den Mantel des Schweigens ausbreiten, denn zu desolat stand man im gesamten Verbund. Nach 5 Minuten verkürzten die Hausherren auf 3:2 durch einen schönen Treffer genau unter die Latte. Aber vorangegangen war eine desolate Abwehrleistung von allen Mannschaftsteilen. Dies baute den Gegner zusätzlich auf und in der 32. Minute erzielten sie völlig verdient sogar den Ausgleich. Während der Gegner immer drangvoller und auch frischer wirkte sehnten sich die U20 Boys die Drittelpause herbei. Aber zuerst musste noch eine 3:5 Unterzahl 2 Minuten vor der Drittelpause überstanden werden. Wenn die Cocos nur etwas mehr Zielwasser getrunken hätten, so hätten sie im 2. Drittel nicht unverdient auch deutlich in Führung gehen können, ja müssen aber zumindest hatte der ECC das notwendige Quentchen Glück und einen wieder hervorragend aufgelegten JJ. Mannchen im Tor, der alle weitere verhinderte. Dann ging es endlich ab zum Pausentee.

Drittel 3:Wiedergutmachung musste her, wollte man doch ein sicher geglaubtes Spiel nicht aus der Hand geben. Das Drittel wurde wieder deutlich ausgeglichener und in der 5. Minute im Schlussabschnitt tankte sich Milosz Kuszynski rechts durch und vollführte eine echte Pirouette mit Puck und spielte genau in den Slot, in dem Hengo, Henning Schümann goldrichtig stand und das Ding irgendwie über die Torlinie drückte. Die Freude war riesengroß und dank dieser wirklich sehenswerten Kombination fand man wieder zurück ins Spiel. Der Gegner drückte auf den Ausgleich aber man stand jetzt deutlich sicherer. Einzig kurz vor Schluss wurde es nochmal ernst, da sich kurz vor Ende der Partie eine unnötige 2 Minuten Strafe eingefangen wurde und bange 2 Minuten überstanden werden mussten. Aber trotz Timeout der Crocos, der Herausnehme des Torhüters konnte jeder Angriff abgewehrt werden. So freute sich am Ende eine U20, die wirklich mal wieder alles abgeliefert hat – von Licht und Schatten in all seinen Facetten.

Fazit:Training muss her, damit die Mannschaftssteile sich endlich abstimmen können. Wie gut das Team aber harmoniert zeigt auch immer die rein mannschaftsinterne Ernennung des Man of the Match. Da geht es nicht um Tore und Assists, sondern auch um Einsatz und Willensstärke. So hat die vermeintlich „schwächste” 3. Reihe mit Gian Gantenden, Louis Bofinger, Paul Gondorf, Steven Neumann und Luis Lemke als einzige Reihe kein Gegentor erhalten. Gewählt für seinen unermüdlichen Einsatz wurde Luis Lemke. Jetzt wünscht das Orga Team dem Trainer und dem Team wunderschöne Eiszeiten, damit an den Defiziten gefeilt werden kann und damit harmonische Reihen entstehen können, denn der Kader ist ausgesprochen vielversprechend und groß, dass auch Ausfälle kompensiert werden können. Das die Mannschaft intakt ist zeigt auch sehr anschaulich das Bild direkt im Anschluß in der Kabine. Lediglich die unbesetzte 2. Goalie Position bereitet echtes Kopfzerbrechen.

 

Autor: U20 Orga-Team

 

ECC Preussen Berlin e.V.