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Preussens Adler wurden durch Duisburgs Füchse gerupft

Betrachten wir die Ereignisse des gestrigen Abends einfach mal nüchtern und sachlich, denn emotional wurde es einzig in der 34 Spielminute bei der Strafe von Can Matthäs, der für zwei Minuten wegen übertriebener Härte vom Eis musste.
Fangen wir aber im ersten Drittel an. Beide Teams traten beflügelt von den Ereignissen der vergangenen Woche zur Punktejagd an. Die Füchse mit neuem Trainer und dadurch erhofften neuen Elan und die Preussen durch den hoch verdienten Punkt gegen die Trappers starteten bedacht in die Partie. Diese Herangehensweise sollte auch für die Preussen aufgehen, jedoch nur die ersten 10 Minuten.
In der 6. Spielminute legten die Füchse mit dem ersten Tor vor. Dies beeindruckte unsere Jungen Wilden noch nicht wirklich und so setzten sie weiterhin auf das Herantasten und kamen auch zunehmend in das gegnerische Drittel, jedoch fehlte auch hier das nötige Glück um das runde Flache in das Eckige zu bringen. Durch das zweite Tor der Duisburger, keine 8 Minuten später, kam es für unsere Preussen zu einem aha Effekt, der aber nicht lange anhielt. Zunehmend wurden unsere Jungs im eigenen Drittel festgenagelt und schafften schwerer die Befreiung in Richtung gegnerisches Tor.
Noch motiviert ging es in die Drittelpause und dann auch wieder zurück aufs Eis. Doch das 3. Tor der Füchse sollte nicht lange auf sich warten lassen. Nun sah man immer mehr unsichere Spielzüge bei den Preussen. Der Puck rutsche mehrfach unter den Schlägern hindurch und Angriffe wurden nicht konsequent genug durchgezogen. Nur vereinzelt konnte man bei einigen Jungen Wilden Kampfgeist und Verbissenheit sehen, so z.B. bei Daniel Volynec, der auch zurecht als bester Spieler auf Seiten der Preussen geehrt wurde.
Der Rest des Spiels ist schnell berichtet. Überzahlsituationen konnten nicht gezielt genutzt werden, die Defense der Preussen, welche am heutigen Spieltag durch Niklas Pils und Chris Lijdsmann verstärkt wurde, hatte zunehmend Mühe die gut agierenden und ausspielenden Füchse unter Kontrolle zu bringen, wodurch auch Olafr Schmidt seinen Kasten 4 mal nicht mehr sichern konnte. Trotzdem tat Olafr sein Bestes, denn das Ergebnis hätte auch bedeutend höher ausfallen können.
In der Pressekonferenz sagte David Haas deutlich, dass er mit einigen Spielern nicht zufrieden war und er über den Spielverlauf ziemlich sauer ist. Das kann man deutlich so stehen lassen, denn auch solche ehrlichen Worte müssen mal fallen, um vielleicht wieder zurück auf den Kurs zu kommen. Als verdienter Sieger verließen die Füchse aus Duisburg die Glocke. Für unsere Preussen geht es nun am Sonntag an den Pferdeturm zu den Indians und auch da wartet kein leichte Gegner, denn Lenny und seine Inidians warten voller Ehrgeiz auf diese Revanche.

Ja, nun heißt es Mund abwischen und wieder fokussiert nach vorne schauen, aber dazu gehört auch, die Leistung wieder zu steigern und sich wieder auf den Siegeswillen des Teams konzentrieren.

Denn Preussen geben niemals auf!!

Tore:
0:1/ 5.33   #61 Huebscher
0:2/ 13.18 #91 Joly
0:3/ 27.45 #71 Beck
0:4/ 36.01 #36 Verelst
0:5/ 37.22 #61 Huebscher
0:6/ 39.31 #61 Huebscher
0:7/ 57.34 #72 Slanina

Strafen:
Preussen 4 Minuten – Füchse 6 Minuten

Beste Spieler:
Preussen #72 Daniel Volynec – Füchse #61 Andre Huebscher

Bericht: Dirk Franke

Presseteam ECCPREUSSEN/ Oberliga